Längst schweb ich hin, zu andren Sternen
Und werde mich deshalb entfernen
Vom Reimen und vom Tagebuch
Weil ich jetzt nach was Andrem such
Hier hab ich lange durchgehalten
Mit Freude tat ich mich entfalten
Bedanke mich, ihr habt’s gelesen
Was mich beschäftigt/war/gewesen
Mit ersten Schritten geht’s voran
Ich steure fremde Ufer an
Und geb’ euch allen gern bescheid
Geduld, Geduld, das braucht nun Zeit
Vowärts und Nichts vergessen
Februar 9, 2011Vorahnung
Januar 10, 2011An Frühling hab ich heut geglaubt
Das hat mir den Verstand geraubt
Nun kann ich kaum es mehr erwarten
Ich sah mich schon im fremden Garten
Mit Gummistiefeln und mit Schürze
Weil ich gern Dinge überstürze
Die Lust aufs Leben mir bereiten
Ich könnt’ mich mit mir selber streiten
Ich hab doch keinen eigenen Garten
Der Traum muß etwas länger warten
Doch biegt bald Frühling um die Ecke
Bin ich bereit zu seinem Zwecke
Und rufe ohne große Mühe
Mir selber zu, auf geht’s, erblühe!
Im Aufwind
Januar 6, 2011Gut nutze ich die ersten Tage
Beantworte so manche Frage
Ich räume um und räume auf
Dafür nehm’ Ordnung ich in Kauf
So hab das Jahr ich gut begonnen
Und Übersicht dazu gewonnen
Damit es bestens weitergeht
Ein Sommerwind, der heimlich weht
Durch mein Gemüt und meine Zellen
Ich nutze ganz geheime Quellen
Die meinem Kopf und Herz entspringen
Bald will ich neue Lieder singen
Fast geschafft
Dezember 31, 2010Nun denn du Jahr, vorbei mit dir
Das Neue bringt mehr Freude mir!
So jedenfalls hab ich’s beschlossen
Das wird heut feierlich begossen
Auch wenn mein Leid noch nicht vorüber
Ich fürchte Tage noch mehr, trüber
Im Frühjahr steig ich aus der Asche
Im Traum manch Blick ich schon erhasche
Auf geht’s
Weiße Weihnacht
Dezember 26, 2010Durch den Wald lief ich mit Stöckern
Hin und her und dann zurück
Eine Brücke, die heißt Möckern
Mir egal, ich bin im Glück
In der Lunge klare Luft
Mich umgibt ein leichter Duft
Von Schweiß
Der Preis
Bewegung ist das A und O
So, so…
Wie froh ich plötzlich bin
Blühend Leben, voller Sinn
Besiegt
Dezember 20, 2010Eine ausgemachte Frechheit
Dass es nun auch sonntags schneit
Und obendrein noch in der Nacht
Klar hat es niemand weggemacht
Am besten ist, man muß nichts müssen
Und kann spazieren gehend küssen
Bis warm das Herze überläuft
Die Pflicht besiegt, das Muß ersäuft
Bald nun ist Weihnachten
Dezember 15, 2010Der erste Sommerkatalog
Zum Glück mir heut ins Haus schon flog
Das ließ entspannt mich plötzlich hoffen
Sehr bald schon sind die Schuhe offen
Ich konnt’ schon mal vom Sommer träumen
Entbindet mich das, Schnee zu räumen?
Gewiß! Ich habe ja kein Haus
Und geh beliebig ein und aus
Mehr als nur abgebildet
Dezember 14, 2010Es gibt da eine Kamera
Die ist für ganz Besonderes da
Man geht hinein und schaut sich an
Und irgendwann da muß man dann
Den Auslöser noch selbst bedienen
Minuten später ist erschienen
Ein Selbstporträt in Lebensgröße
Man gibt sich einfach keine Blöße
Wenn man schön bei sich selber bleibt
Und sich mit sich die Zeit vertreibt
Im besten Fall lässt sich das teilen
Die Liebe mit und gern verweilen
Ein Augenblick, schwarz weiß gebannt
Noch selten war ich so gespannt
Man sucht sich selbst und findet sich
Im Hier und Jetzt, im eignen Ich
Und noch dazu im Gegenüber
Ein Hin und Her, kein Drunter, Drüber
Nachts um 3
Dezember 14, 2010Schneegestöber in der Nacht
Hat mich um den Schlaf gebracht
Eigentlich ein Fall von Stille
War es irgendjemands Wille
Gleich zu packen an der Wurzel
Schneegestöber, nicht Gepurzel
Ließ ihn laut im Kampfe sein
Mit Maschinen querfeldein
Niemand sonst war auf den Straßen
Wie im Wahn, so klang es, fraßen
Sich die Bürsten und die Schieber
Aggressiv, bald wie im Fieber
In den Asphalt
Und sieh an, bei Tageslicht
Half das alles aber nicht
Schnee lag rum und es war kalt
Wetterumschwung
Dezember 11, 2010Im Lichterglanze Schnee, der taut
Ein wenig hab ich mir versaut
Die Hose und noch mehr die Schuhe
Advent, Advent, welch graue Ruhe